Mehr Zivilcourage gegen gewaltbereite Islamisten

Das ist natürlich leicht gesagt, vor Allem aus der Entfernung.
Ich ziehe meinen Hut davor, wie die Belgier, speziell die Menschen in Brüssel mit den Anschlägen vom 23.03.2016 umgehen. Sie boten und bieten den Terroristen doch glatt die Stirn und sie haben Recht damit.
Natürlich, schnell gerät man in Panik, angesichts der immer stärker ansteigenden Terrorgefahr und den immer wiederkehrenden Anschlägen überall auf der Welt. Die Globalisierung hat uns eben offensichtlich auch die Gefahr von Anschlägen näher gebracht.

Ist das so?
Ein sehr interessanter Artikel aus der Schweiz erklärt uns eine andere Wahrheit. Ich kann mich da noch an einige Dinge erinnern, die da beschrieben werden. Ja das war so, ständig hat es irgendwo „gekracht“, oder es ist irgend etwas passiert.
[Das war noch die Zeit ohne Internet und Handy, darum weiß man das heute nicht mehr so. Der Mensch vergisst und die junge Generation verläßt sich darauf, was im Internet steht und per WhatsApp, oder Twitter, Facebook, etc. auf dem Handy landet.]
Trotzdem haben wir uns nicht von unserem Leben abhalten lassen, wir haben es gelebt, wir haben uns nicht verkrochen, wir sind einfach raus gegangen. Klar, wir waren Jung, aber es herrschte auch eine andere Stimmung, wir wollten etwas verändern, etwas zum Besseren bringen, vorwärts kommen.
Wenn wir dann in eine Fahrzeugkontrolle kamen, mit Polizisten die mit Maschinengewehr im Anschlag vor dem Auto standen, ja dann haben wir uns halt entsprechend verhalten, dass es gepasst hat. Jeder wußte, dass die Jungs angesichts der schießwütigen RAF nervös waren. das war aber auch OK, das war ihr Polizisten- Job und das war gut so.

Sobald ein Anschlag passiert, wird Heute ständig gleich danach geschrien, dass die Sicherheitskontrollen verschärft und die Überwachung erhöht werden muß. So ein Quatsch.
Wenn die Maßnahmen und Kontrollen, sowie die Überwachung die heute bereits möglich ist, konsequent genutzt würden, dann wäre das kein Problem. Wir haben heute schon weit mehr als den George Orwell Überwachungsstaat aus seinem 1984. Es wird nur nicht effektiv und sinnvoll genutzt.
Wenn man hört, dass der Austausch von Daten z.B. bei der Registrierung von Flüchtlingen innerhalb Deutschland schon scheitert, wie soll ein Abgleich dann Europaweit funktionieren? Warum kann ein Terrorist sich ohne weiteres im Viertel verstecken, in dem seine Eltern wohnen, ohne dass es die Polizei bemerkt?
Ständig wird nach mehr, nach besserer Kontrolle und Überwachung gerufen, statt das, was man bereits hat, zu optimieren und zu verbessern, damit es klappt.
Um es klar zu sagen, ich will keinen Überwachungsstaat, aber einen Staat, der für die Bürger da ist und sie schützt und unterstützt, aber sie nicht ausspitzelt. Dazu gehört eben auch die Polizei, die für Recht und Ordnung sorgt, aber eben als „Polizei Dein Freund und Helfer“, der sich notfalls aber auch vor die Omi stellt und sie vor einem Agressor schützt und diesem klar macht: „Bis hier her und nicht weiter!“. Respektpersonen eben. Genau so wie sie in Problemvierteln wieder die Hoheit zurückgewinnen muß.
Auch unsere Politiker müßen langsam mal kapieren, dass sie mit ihrem windelweich herumgeeier keinen Blumentopf mehr gewinnen kann. Es muß endlich wieder eine klare Linie her und ein klares Profil in den Parteien zu erkennen sein.

Übrigens.
Ich wünsche mir wirklich mehr …
Dingens…, ähm, … ja also, ….,
ach ja, (Zivil-) Courage!
Ich nehme mich da selbst ausdrücklich nicht heraus und ziehe mich da auch an der eigenen Nase. Ein Freund sagte vor Kurzem angesichts der Anschläge: „Wir müssen von den Nordiren lernen, sie nannten das damals „Troubles“ – und sind durchgekommen. So werden wir auch durchkommen, wenn wir endlich aufhören vor Angst zu bibbern.“
Er hat Recht, denn diese ständige Angst, vor irgend etwas, lähmt nur und hindert uns, unser Leben zu leben. Die Zeit vergeht und nichts passiert, ja und wir haben unsere Zeit verbibbert…
Wir Europäer und speziell wir Deutschen müssen unser Schicksal selbst in die Hand nehmen und nicht einfach das Handeln den Anderen überlassen.

Wir können nur etwas in unserer Welt zum Guten verändern, wenn wir Contra geben und diesen Mördern und Verrätern an der Menschlichkeit Paroli bieten, so wie es die Belgier gerade machen.
Denn diese gewaltbereiten Leute egal welcher Coleur sprechen und handeln ganz sicher nicht im Sinne der Menschlichkeit und diese Islamisten nicht im Sinne des wahren Koran und dem islamischen Glauben.

Einen interessanten Artikel über den Islam fand ich beim Deutschlandfunk, der ein Gespräch mit Mouhanad Khorchide führte. Dieser, Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Uni Münster, stellt darin eine zeitgenössische islamische Theologie vor.

Es gibt da eine ganze Reihe von Artikeln, hier einige Weitere:

Gute Arbeit leistet hier offensichtlich auch die Pasinger Moschee, die regelmäßig dazu einlädt im Dialog über den Islam zu sprechen, diesen vorstellt und Fragen dazu beantwortet.
Ich finde, es ist immer besser miteinander zu sprechen und sich gegenseitig kennen und schätzen zu lernen, als sich aus Fremdheit zu bekämpfen.

Ich wünsche uns allen ein friedliches Osterfest 2016
und viel Mut für die ZukunftOstern3

In diesem Sinne
Grüße
Hans- Jürgen (Ronnie) Rigl